Nähen ist 
Meditation,
Entspannung 

und Kraftquelle

Beim Meditieren soll sich der Geist durch Achtsamkeit oder Konzentration beruhigen und sammeln. In vielen Kulturen gilt die Meditation als eine grundlegende und zentrale bewusstseinserweiternde Übung. Die angestrebten Bewusstseinszustände werden, je nach Tradition unterschiedlich und oft mit Begriffen wie Stille, innere Ruhe, Leere, Einssein, im Hier und Jetzt sein oder frei von Gedanken sein beschrieben 💙

Vielleicht kennst du das auch wenn Du voll und ganz auf Dein Nähprojekt konzentriert bist, die Welt um dich herum vergisst und dich dem kreativen Fluss hingibst.


Du kommst zur Ruhe und bist absolut präsent im aktuellen Augenblick.

Dein Geist, deine Gefühle und das Tun deiner Hände sind in vollkommenen Einklang miteinander, mit den Materialien und deiner Umgebung. 

Du fühlst die Struktur und die Fasern des Stoffes ganz deutlich mit deinen Fingern, du siehst die Farben und Muster mit ungewöhnlicher Klarheit und Intensität, jedes feine Geräusch beim Schneiden oder beim Nähen mit der Maschine erkennst du mit deinen Ohren.

Es ist eine Erfahrung und ein Zusammenspiel all deiner Sinne und dein Bewusstsein erweitert sich.

Ideen, Erkenntnisse und Energie fließt Dir zu und durch dich hindurch, du fühlst dich lebendig, erfüllt und glücklich.

Wahrscheinlich wird nicht jedes Deiner Nähprojekte dich in das Erlebnis dieser kreativen Erleuchtung führen, aber tatsächlich haben amerikanische Forscher genau diesen Zusammenhang nachgewiesen.

Die Idee dahinter: "Wenn man eine Tätigkeit immer wieder ausübt, kommt man in einen Zustand vollkommener Entspannung wie bei Meditation oder Yoga", erklärt Herbert Benson, Gründer des Benson Henry Institute for Mind Body Medicine in Harvard. 

So senkt Handarbeit ebenso wie die fernöstlichen Entspannungstechniken etwa die Pulsrate und den Blutdruck, zeigten erste kleine Studien an seinem Institut. 
Konkret: Nähen hat bei Probanden beispielweise den Herzschlag um elf Schläge pro Minute gesenkt. 

Im Gehirn werden zudem bei kreativer Arbeit die gleichen Areale, etwa im Hippocampus, aktiv wie bei Meditierenden oder Betenden, hat Herbert Benson mittels Kernspintomografie nachgewiesen. 

Die Wirkung, der meditative Zustand, ist neurologisch als Veränderung der Hirnwellen messbar. Der Herzschlag wird verlangsamt, die Atmung vertieft, Muskelspannungen reduziert.

Gamma-Gehirnwellen hängen mit den „Segensgefühlen“ zusammen, von denen erfahrene Meditierende berichten, sowie mit höchster Konzentration und extrem hohen Ebenen kognitiver Leistungen.

Meditative Tätigkeiten wie das Nähen können unseren Gammazustand im Gehirn aktivieren und wir können eine höhere Verstandestätigkeit, mehr Glück, eine bessere Wahrnehmung der Wirklichkeit, eine unglaubliche Konzentration, eine bessere Selbstkontrolle und reichere Sinneswahrnehmungen erreichen. 

Neurowissenschaftler sind überzeugt, dass die Menschen trainieren können, mehr der Gammafrequenz hervorzubringen, und sie gehen von der Annahme aus, dass der Weg, dorthin über die Fokussierung auf Mitgefühl und Liebe führt. 
Wenn wir lieben, was wir tun und in das versunken sind was wir lieben, dann ist Gamma ein natürlicher Bewusstseinszustand für uns.

Liebst du es zu Nähen?

Dann ist die ungestörte Konzentration auf die Verwirklichung deines nächsten Nähprojekts tatsächlich die beste Meditation, Entspannung und Kraftquelle für dein ganzes Wesen.